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Die Osteopathie dient allen Erkrankungen des Bewegungsapparates, bei chronischen Erkrankungen und primär zur Vorbeugung von akuten Erkrankungen, wie 

•  andauernde Steifheit u. Widersetzlichkeit gegen die Reiterhilfen
•  unterschiedliche Formen der Lahmheit
•  Pferde, die sich schlecht die Beine aufnehmen lassen
•  schlechte Kopfhaltung, schlechte Hals- und/oder Schweifhaltung in Ruhe und bei der Arbeit
•  nach Komplikationen beim Abfohlen
•  nach Stürzen, um eine Veränderung der Struktur (die nicht unbedingt sichtbar ist) zu behandeln
•  Leistungsabfall
•  nicht erklärbare Verweigerungen am Hindernis
•  Taktfehler in den verschiedenen Gangarten
•  Schmerzanzeichen während oder nach der Arbeit
•  nach Verletzungen.

Eine frische Verletzung ist besser und schneller zu behandeln als eine ältere oder chronische Verletzungen.

Gelenkblockaden oder steife Muskulatur verursachen Bewegungseinschränkungen, die zu Lahmheit, Taktunreinheit, Hahnentritt und/oder Unfähigkeit von Biegung und Stellung führen können. Das Ziel der Behandlung ist immer ein Mobilitätsgewinn, das heißt ein Wiedererlangen der natürlichen Bewegung. Jede Behandlung beginnt daher zunächst damit, dass sich der Therapeut einen Eindruck von der Beweglichkeit des Pferdes macht, durch Beobachten und Ertasten. Nicht die Form eines Gelenks hat sein Augenmerk, sondern dessen Mobilität. Nach der gründlichen Bestandsaufnahme entscheidet der Therapeut, welche Techniken er anwendet bzw. welche Strukturen er manipuliert.
Manipulation bedeutet in der Manuellen Therapie die Wiederherstellung der Beweglichkeit von Gelenken mit Hilfe der Hand. Sie erfordert ein hohes Maß an Sensibilität sowie genaue Kenntnisse der Anatomie und Funktion des Körpers. Allein durch seine Hände löst der Therapeut Blockaden. Dieses Lösen wird als Impuls verstanden, eine Initialzündung, die dem Körper hilft, seine Selbstheilungskräfte in Gang zu bringen.

Die Vorstellung, der Therapeut „renke“ etwas ein oder aus, ist falsch. Es findet keine Einrenkung oder Verschiebung eines Wirbels oder eines Gelenks statt. Es geht allein darum, fest sitzende Strukturen zu lösen.
Nach einer Behandlung braucht das Pferd mindestens 48 Stunden zur Erholung. Es sollte in dieser Zeit nicht geritten werden, sich aber frei bewegen können. Auf keinen Fall darf es in dieser Zeit angebunden in der Box stehen. Physikalische Maßnahmen wie Wärme, Kälte, Magnetfeldtherapie, Laser, Infrarotbestrahlung, Ultraschall, Elektrotherapie etc. können aber unterstützend angewendet werden.
Nicht zuletzt sind auch Reiter, Besitzer oder Trainer in die Behandlung mit eingebunden. Der Therapeut klärt sie über einen gesundheitsfördernden Umgang mit dem Pferd auf. Denn regelmäßig durchgeführte Übungen unterstützen den Heilungsprozess.
Mit Manualtherapie behandelt man Funktionsstörungen des
Bewegungsapparates. Sie ist ein Teil der Physiotherapie und setzt sich zum Ziel durch Mobilisation die Harmonisierung der physiologischen Bewegungskette herzustellen.

Faszien
Eine vollständige Behandlung umfasst die Untersuchung und Behandlung der umhüllenden Strukturen und Bindegewebe des Körpers. Die Faszien dienen nicht nur der Wahrnehmung des eigenen Körpers in Haltung und Bewegung. Die Aufgaben und Funktionen der Faszien sind vielfältig. Fasziennetze umgeben, umkleiden, trennen, schließen ein, unterteilen, lenken Flüssigkeiten, schützen und isolieren. Sie bilden Puffer für Organe, Knochen, Nerven, Muskeln und Gefäße .

Jeder Muskel, jedes Muskelbündel, jede Muskelfaser, jeder Nerv wird von Fasziennetzen umgeben und verbindet damit jede Zelle mit ihrem Nachbarn.

Wissenswertes

Unabdingbar ist ein Platz während der Behandlung, an dem das Pferd die Möglichkeit hat zu entspannen und mitzuarbeiten.

Bitte vereinbaren sie keine Termine während „Rausbring“ und/oder „Reinhol-“ zeiten, Fütterungszeiten oder Hauptunterrichtszeiten.

 

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